Kandy -> Ella

Was für ein Tag!

Um 6.30 Uhr klingelte heute unser Wecker. Das war überhaupt nicht unsere Zeit, aber wir wollten nunmal unbedingt Zugtickets ergattern. Dafür war so früh man morgen noch nicht so heiß. Vielmehr angenehm bei 23 Grad. Allgemein ist das Klima in Kandy viel angenehmer als an der Küste. Zwar tagsüber auch sehr heiß, aber durch die üppige Vegetation einfach angenehmer.

Mit dem TukTuk kamen wir dann 1h vor Anfahrt des Zuges um 7.45 Uhr am Bahnhof an. Der Schalter für die Tickets nach Ella war sofort zu erkennen, denn eine riesige Schlage augenscheinlich europäischer Touristen wartete dort.

Wir hatten Glück und konnten 2 Tickets der 2. Klasse ergattern. 

Das wars aber auch schon mit dem Glück, denn das Ticket beinhaltete keine Sitzplatzreservierung. Also hieß das für uns -> Stehplätze. Zusammen mit all denen, die hier morgens am Schalter ein Ticket kauften und das waren viele...


Was wir jedoch noch nicht wussten war, man ohne Sitzplatzreservierung sich lediglich in dem Zugabteil aufhalten durfte, was für Fahrgäste ohne Sitzplatzreservierung vorgesehen war. Das bedeutete, dass alle Fahrgäste, die heute morgen ein Ticket gekauft hatten, sich in einen Waggon quetschen mussten, in allen anderen Waggons waren nur die Plätze besetzt und keine Stehplätze gestattet. Ein blödes System. Vor allem, da wir ja gern den Preis für eine Sitzplatzreservierung bezahlt hätten, wenn noch irgendwelche Plätze verfügbar gewesen wären.

Zum Glück waren wir beim Einsteigen direkt im richtigen 2. Klasseabteil gelandet. Wer das System nicht kannte, wurde kurz nach der Abfahrt ohne Sitzplatzreservierung aus dem reservierten Abteilen hinausgeschickt. Da musste man sehen, wo man bleibt.

Wir standen nun bei Abfahrt in Kandy im Zug dicht zusammen gedrängt mit vielen anderen Touristen. Nur Touristen. Weit und breit war kein Einheimischer zu sehen. Ich war etwas verzweifelt, denn man konnte sich kaum bewegen und mehr als 6 h Fahrzeit lagen vor uns.

Wie diese Fahrt dann aber doch noch schön und ereignisreich wurde, schreiben wir dann gleich im nächsten Post "Über das Zugfahren".

Nach 7 h Fahrt sind wir mit dem Zug in Ella angekommen und waren erschöpft, aber glücklich. Ella ist ein kleines Städtchen in den Bergen. Hier war es direkt kühler. Bei 20 Grad ließ es sich gleich bei der Ankunft gut aushalten.

Wir hatten bereits vorgestern eine Unterkunft über Booking.com gebucht. Diese Unterkunft hatte mich bezüglich der Beschreibung sehr überzeugt. Auch hier sollte es wieder eine tolle Aussicht geben und für weniger als 20 € pro Nacht war sie verhältnismäßig günstig. Eine besonders tolle Gastgeberin sollte auf uns warten.
Mit dem TukTuk ging es 1,5 km vom Bahnhof zur Unterkunft steil den Berg hoch.

In der Unterkunft war jedoch niemand zu sehen. Wir hörten nur ein paar Stimmen hinter einer Mauer. Den Stimmen folgend fanden wir 2 junge Französinnen, die uns willkommen hießen und uns erklärten, dass unsere Gastgeberin gerade kurz einkaufen ist. Wir sollen einfach schon mal unser Zimmer beziehen. Der Schlüssel steckt ;)


Die Unterkunft bestand insgesamt aus 2 Zimmern jeweils mit Badezimmer und das geniale ist, dass vor jedem der beiden Zimmer ein kleiner abgeteilter Teil der Aussichtsterrasse liegt  von der man direkten Blick auf den Berg Ellas Rock hat. Traumhaft! Kurz darauf lernten wir unsere herzliche Gastgeberin kennen. Sie hat uns erst einmal einen Kaffee und einen Tee inkl. Keksen gebracht. Genau das Richtige nach einer so langen Reise!


Auf unserem Balkontisch bei Anreise nicht nur ein deutscher (!) Sri Lanka Reiseführer, sondern auch ein Gästebuch mit vielen lieben Eintragungen von Gästen. Alle schwärmten vom fantastischen Abendessen, welches unsere Gastgeberin zubereitet. Kurzerhand fragten wir sie, ob sie uns heute spontan etwas kochen könnte. Nach einem kurzen Blick in die Küche, sagte sie zu. Ich bin gespannt, was es gibt. Total toll diese Frau. So können wir uns hier auf unserer Terrasse entspannen und müssen nicht mehr bis in die Stadt laufen.

Update:
Das Abendessen topte alles! Herrlich frisch und lecker. Hat uns, ich nenne sie jetzt mal unsere Gastmutti, mal so eben in ihrer Küche zubereitet. Total lecker.



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog