Negombo -> Colombo -> Kandy

Gestern machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg in die nahe Hauptstadt Colombo. Von dort wollten wir  einen Zug nach Kandy nehmen. Laut Internetseite der Bahngesellschaft sollten an dem Tag insgesamt 8 Züge nach Kandy fahren. Online war es leider nicht möglich Fahrkarten zu reservieren. Wir würden als vor Ort schauen müssen.

Wir freuten uns schon der quirligen, stickigen Künstenstädte zu entkommen. Richtig wohl fühlten wir uns in Negombo aber dann auch in Colombo nicht. Kandy liegt im Hochland und war die Hauptstadt des damaligen Königreiches Ceylon.
Vom Hotel ließen wir uns einen Fahrer organisieren, welcher kurze Zeit später auf den Hof rollte und uns stolz verkündete, dass wir die erste Fahrt in seinem brandneuen Suzuki haben dürfen. Auf der Scheibe standen sogar noch Teile der Preisaufschrift vom Händler.
Dichter Verkehr und TukTuk voraus

Unterwegs nach Colombo

Brandneues Auto

Wir erreichten den Bahnhof von Colombo nach ca. 1 h Fahrt. Dabei erhielten wir schon Einblick in den regen Autoverkehr. Wie in vielen anderen asiatischen Gegenden beherrschen auch hier die TukTuks die Straßen. Für wenig Geld kann man sich von einem Fahrer von A nach B bringen lassen. Besonders für kurze strecken sehr geeignet.
In Colombo am Bahnhof mussten wir jedoch feststellen, dass statt der 8 Verbindungen nach Kandy nur ein Zug fuhr. Tickets für die 1. und 2. Klasse waren schon lange ausverkauft. Um für die 3. Klasse Tickets zu bekommen, musste man 1 h vor Abfahrt noch einmal zum Schalter kommen.

Nun hatten wir den Salat. Es war kurz vor 12 Uhr, um 15.30 Uhr sollte der einzige Zug nach Kandy abfahren, also könnte man 3. Klasse Tickets ab 14.30 Uhr vielleicht ergattern können... Wir waren mit den ganzen Gepäck beladen und rund um den Bahnhof war die Gegend nur wenig einladend.

Ich erinnerte mich daran, gelesen zu haben, dass von Colombo alle 15 min ein Bus nach Kandy fuhr. Das wollten wir dann probieren. Ein netter Einheimischer erklärte uns nämlich, dass wir in der 3. Klasse 3 h im Zug sehr eng zusammen gedrückt stehen müssten. Ein Zugticket für den nächsten Tag konnte man auch nicht im Voraus buchen. Eine Nacht in Colombo bleiben, hätte auch nicht unbedingt Sicherheit gebracht.

Also der Bus. Der sollte statt 3 h knapp 4 h nach Kandy brauchen. Laut Internet fuhren aber nur 3 Busse, welche wiederum alle ausgebucht waren. Der Einheimische erklärte ums aber, dass am Busbahnhof, welcher nur 700 m entfernt war, die Busse wirklich alle 15 min abfahren würden.
Also machten wir uns beladen mit unserem Gepäck auf zum Busbahnhof. Leider ist das Laufen mit großen Rucksäcken quasi eine Einladung für jeden TukTukFahrer uns einen Platz in seinem Fahrzeug anzubieten. Das war etwas lästig. Zu Fuß waren wir schließlich schneller, als im dichten gestauten Straßenverkehr.

Der Abfahrtspunkt für Busse nach Kandy war schnell gefunden. Auf dem gesamten Busbahnhof waren nur Einheimische zu sehen. Daher fielen wir als Blassnasen ziemlich auf. Wir erfuhren, dass wir die Tickets direkt beim Busfahrer kaufen sollten. Also schnell noch mal auf die öffentliche Toilette und zum frisch eintreffenden Bus geeilt.
Am Busbahnhof

Abfahrt nach Kandy -> unser Bus

Die Busse fuhren wirklich alle 15 min, kamen leer an und fuhren vollbesetzt ab. Aber eine Schlange gab es trotzdem nicht. Wir waren eine der ersten Fahrgäste im Bus und sicherten uns Plätze in der 1. Reihe. Eigentlich ganz bequem. Nur der Fahrer war gerade nicht da, um bei ihm ein Ticket zu kaufen. Man sagte uns, wir sollten einfach einsteigen. Im Bus gab es nämlich neben dem Fahrer noch einen Ticketverkäufer, der die gesamte Fahrt über mitfuhr und dann gab es noch den Ticketkontrolleur, der zwischendurch mal zustieg und scheinbar den Ticketverkäufer kontrollierte.

Die Busfahrt selbst war so aufregend, dass wir einen Extrapost dazu machen ;)

Durch den dichten Verkehr sind wir dann nach 108 km in 5 h in Kandy angekommen!

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